"Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es."

    Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an unsere Fachakademie

    Übergabe des Titels Schule gegen Rassismus

    Schüler*innensprecher der Fachakademie Christian Mancin ist uns allen ja schon bekannt als hochengagierter und politisch aktiver Mensch mit fantastischen Ideen. Nun hat zusammen mit der Schülermitverantwortung (SMV) den nächsten Coup gelandet.

    Die Fachakademie erhielt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, dessen (digitale) Verleihung im Rahmen eines Fachtages gegen Rassismus verliehen wurde. Ganz im Sinne der Weisheit „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es, von Erich Kästner“ ist Mancin ein „Anpacker“. Er möchte nicht nur auf Missstände aufmerksam machen, er handelt. Als Pate konnte Wally Warning gewonnen werden, der mit 18 Jahren aus Aruba in der Karibik abwanderte und seit vielen Jahren in München lebt. Wally Warnings Musik spiegelt seine Liebe zu Menschen wider, für ihn ist Rassismus als dunkelhäutiger Mensch leider immer noch Alltag. Unverständlich für ihn, denn „innen sind wir alle gleich, in unseren Körpern läuft das gleiche Blut“, so Warning. Für ihn sei es eine Ehre die Patenschaft für den Titel zu übernehmen. Wir danken „Weltmusiker“ Wally Warning für die Patenschaft und die wunderbar berührenden Songs während des Festaktes.

    Um in das Netzwerk aufgenommen zu werden, müssen sich mindestens 70 Prozent der Schulmitglieder in geheimer Abstimmung dazu bekennen, sich aktiv gegen Diskriminierungen, insbesondere gegen Rassismus, zu engagieren.  Eine logistische Herausforderung in Zeiten von Corona, umso bemerkenswerter ist die erreichte Quote von über 77 %. Um sich für den Titel zu bewerben, muss die Initiative von den Studierenden/Schüler*innen ausgehen. Die SMV hat Kommiliton*innen und das Schulteam angesprochen und motiviert, sich mit ihrer Unterschrift zum Projekt zu bekennen.
    Alles neben dem eh schon schwierigen „Schulalltag“ während Pandemiezeiten. Ein Kraftakt, der sich gelohnt hat.

    Nur das Schild mit dem Logo an der Wand zu haben, ist aber „nur der Anfang“, wie Michael Schneider-Velho von der Regionalkoordination Oberbayern des Netzwerkes im Livestream betonte, nicht die „Belohnung“ für vergangene Projekte. Denn „Schule ohne Rassismus“ bedeute weder, dass eine Schule frei von Rassismus wäre, noch, dass die Arbeit nun getan sei. Das Logo soll täglich daran erinnern, dass jeder Einzelne sich immer wieder mit dem Thema auseinandersetzt, sich selbst reflektiert und ins Gespräch mit Menschen traut, die sich abfällig oder diskriminierend äußern. „Wir haben als Erzieher*innen unfassbar viel Macht. Im Guten, wie im Schlechten“, betont Mancin. Deshalb müsse man ständig seine Rolle reflektieren und die eigenen Einstellungen und Muster hinterfragen. Das Schild stellt für ihn einen „Daily Reminder“ dar, das Thema Diskriminierung und Rassismus auch jenseits der Fachtage immer auf dem Schirm zu haben.

    Unser Dank gilt neben der SVV den Dozentinnen Frau Dr. Ils, Frau Mäurer, Frau Bomba und Frau Schworobuk, die das Projekt tatkräftig unterstützt haben, dass ihnen viel Zeit und Engagement wert war. Schulleiter Ulrich Konrad brachte es bei seiner Danksagung auf den Punkt. „Rassistisches Gedankengut hat an unserer Akademie nichts verloren und auch darum bin ich so dankbar für das Engagement der SVV und Christian Mancin“. Diese Haltung, die die FaKs seit ihrer Gründung prägt, ist nun auch durch das Emblem nach außen hin sichtbar. Zeit wurde es.

    Hier einige Impressionen von der Verleihung:

    Die Gesellschafter der Fachakademie für Sozialpädagogik:

    AWO KV München  AWO BV Oberbayern Hans-Weinberger-Akademie (HWA)

    <strong>02: Themenbox</strong>

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